Automatischen Update-Dienst in Win2000 SP3 abschalten

Win2000 SP3

Automatischen Update-Dienst in Win2000 SP3 abschalten

Das ServicePack3 für das Betriebssystem Microsoft Windows 2000 wird seit dem 31.07.2002 auch in deutscher Sprache angeboten. Das knapp 125 MB große Service-Pack bringt verschiedene Fehlerbereinigungen mit, die durch bisherige Updates noch nicht berücksichtigt waren.

Die wohl umstrittenste Neuerung ist die Aktualisierung des automatischen Windows-Update-Vorgangs, der laut EULA (EndUser License Agreement; Lizenzvereinbarungen) die Betriebssystemversion ermittelt, sowie auch installierte Anwendungsprogramme. Die ermittelten Informationen sollen dann, so Microsoft, vom Update-Server ausgewertet werden, um spezifische Updates anzubieten.

Wer sein System lieber manuell aktualisieren möchte, sollte sein Augenmerk auf eine unscheinbare Datei mit dem Namen wuauclt.exe lenken, denn es handelt sich hierbei um die neue automatische Update-Funktion, die mittels verschiedener CLSIDs bei jedem Systemstart mitgeladen wird. Schreckhafte Gemüter sollten sich also in jedem Fall auf plötzlich aufpoppende Dialoge einstellen, die ein Update des Systems vorschlagen.

Diesem fraglichen Treiben kann man aber auch einen Riegel vorschieben. Das geht wie folgt:
Stellen Sie zunächst sicher, daß auf Ihrem System alle Dateiendungen, sowie geschützte und versteckte Ordner und Dateien angezeigt werden, indem Sie folgende Einstellungen vornehmen:
  1. Öffnen Sie den Arbeitsplatz und wählen aus dem Menü Extras den Punkt Ordneroptionen aus. Wechseln Sie hier zum Reiter Ansicht.
  2. Deaktivieren Sie Dateinamenerweiterung bei bekannten Dateitypen ausblenden
  3. Deaktivieren Sie Geschützte Systemdateien ausblenden
  4. Aktivieren Sie Alle Dateien und Ordner anzeigen

Öffnen Sie nun den Windows-Explorer und gehen der Reihe nach in folgende Verzeichnisse:

  1. C:\WINNT\SYSTEM32\DLLCACHE und benennen Sie die Datei wuauclt.exe um in wuauclt.exe.alt
  2. C:\WINNT\ServicePackFiles\i386 und benennen Sie auch hier die Datei wuauclt.exe um in wuauclt.exe.alt
  3. C:\WINNT\SYSTEM32 und benennen Sie auch hier die Datei wuauclt.exe um in wuauclt.exe.alt
Sie erhalten nun eine Systemmeldung, die Sie auffordert, die CD mit dem ServicePack 3 in das CD-ROM-Laufwerk einzulegen, damit eine Systemdatei unbekannter Herkunft wieder durch das Original ersetzt werden kann. Brechen Sie die Aufforderung einfach ab, denn Windows möchte nur das Online-AutoUpdate wieder funktionstüchtig machen. Die nachfolgende Warnmeldung über ein möglicherweise funktionsuntüchtiges System bestätigen Sie mit einem "Ja", damit die Datei nicht wiederhergestellt werden kann. Sie sind sich also sicher :-)

Danach herrscht Ruhe und Windows fordert Sie nicht mehr auf, das System zu aktualisieren.

Der Grund der exakten Reihenfolge ist die automatische System-Reparaturfunktion, die (so glaubt Windows) elementar wichtige Dateien in einem Verzeichnis mit dem Namen DLLCACHE ablegt. Von dort aus werden alle veränderten Dateien wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Ändern Sie nicht zuerst hier die Datei, wird sie immer wieder in den anderen Verzeichnissen restauriert.


Wem das schon zuviel Gefummel ist, der kann sich auch hier (wir haben das schonmal vorbereitet) eine kleine Batch-Datei herunterladen, die die letzten 3 beschriebenen Schritte vollführt.
Download AutoUpdate_W2K-SP3_aus.zip

Falls Sie sich die manuelle Veränderung nicht zutrauen, können Sie statt dessen auch den AutoUpdate-Dienst in der Verwaltung der Systemsteuerung dauerhaft beenden:

  1. öffnen Sie dazu über Start siehe auch Einstellungen siehe auch Systemsteuerung zunächst das Hauptfenster
  2. öffnen Sie die Verwaltung und dort Dienste
  3. Klicken Sie mit der Maus doppelt auf den Dienst Automatische Updates
  4. Stellen Sie das Auswahlfeld von Automatisch auf Deaktiviert
Der automatische Update-Dienst ist nun dauerhaft beendet.

Aufgemerkt:
Denken Sie aber dennoch daran, dass ein künftiges Update die Einstellungen überprüfen und reaktivieren kann. Eine Kontrolle der Einstellungen nach einem künftigen Update ist also empfehlenswert.


- UAP -








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