RAM-Drive unter Windows XP

Win2000, WinXP

RAM-Drive unter Windows XP

Wer in seinem Windows-XP-Rechner genügend Arbeitsspeicher eingebaut hat kann - wenn er will - auch auf die Annehmlichkeiten eines RAM-Drives zurückgreifen. Wenn man z.B. einen Teil des Arbeitsspeichers als Ablage für temporäre Dateien, z.B. die Temporary Internet Files, nutzen möchte, kann das diverse Vorteile haben. Dieses logische Laufwerk kann ganz normal wie ein Festplattenlaufwerk angesprochen werden, das allerdings im Arbeitsspeicher liegt.

Vorteile:
  • Dieses Laufwerk ist wesentlich schneller bei diversen Dateioperationen.
  • Legt man den Systemordner "Temporary Internet Files" dort hinein, kann der Browser ge-cachte Seiten und Bilder deutlich schneller angezeigen, als wenn sie von einer physikalischen Festplatte geladen werden müssen.
  • Zudem sammeln sich die temporären Internet-Dateien dort nicht zu einem Müllhaufen und fressen Resourcen, da die Daten im RAM einen Rechner-Neustart nicht überleben.

Nachteile:
  • Die dort abgelegten Daten sind nach einem Neustart weg, da der Inhalt des Arbeitsspeichers verloren geht, sobald Windows beendet wird. (Naja, das ergibt sich ja aus dem zuletzt genannten Vorteil.)
  • Die Größe des RAM-Laufwerks wird natürlich dem tatsächlich verfügbaren RAM abgezwackt. Bei heutigen Systemen mit 512 MB RAM und mehr fallen diese maximal ca. 31 MB des RAM-Laufwerks aber wohl kaum inīs Gewicht.

Den erforderlichen Treiber zum Erstellen einer/s solchen RAM-Disk/RAM-Drives gibtīs bei Microsoft.


Zur Installation der Ramdisk müssen folgende Schritte durchgeführt werden:
  1. Laden Sie das ZIP-Archiv herunter und entpacken Sie es in ein Verzeichnis Ihrer Wahl.
  2. Klicken Sie auf Start siehe auch Systemsteuerung siehe auch System siehe auch Hardware siehe auch Hardware-Assistent. Im daraufhin erscheinenden Fenster klicken Sie auf 'Weiter'.
  3. Wählen Sie nun 'Ja, die Hardware wurde bereits angeschlossen' und klicken auf 'Weiter'. Im folgenden Fenster scrollen Sie ganz herunter und wählen 'Neue Hardware hinzufügen' gefolgt von 'Weiter'.
  4. Markieren Sie danach die Option 'Hardware manuell aus einer Liste wählen und installieren'. Wählen Sie nun 'Alle Geräte anzeigen' und erneut auf 'Weiter'. Nun dauert es einen Moment, denn der Installations-Assistent durchsucht das System nach allen installierbaren Geräten...
  5. Klicken Sie anschließend auf 'Datenträger' und wählen Sie den Pfad zu Ihrem oben entpackten Ramdisk-Treiber an. Doppelklicken Sie auf die inf-Datei (ramdisk.inf). Schließen Sie den Assistenten ab.
    Nach der Installation des Treibers steht die Ramdisk unter dem Laufwerksbuchstaben Z: sofort zur Verfügung.
Die Standardgröße der Ramdisk nach der Installation beträgt allerdings nur 1 MB. Um die Größe zu ändern, müssen Sie in die Registry (Start siehe auch Ausführen siehe auch regedit). Alle Parameter des Treibers finden sich im Schlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE \ System \ CurrentControlSet \ Services \ Ramdisk \ Parameters
Der Eintrag DriveLetter weist der Ramdisk den angegebenen Laufwerksbuchstaben zu.
DiskSize legt die Größe in Byte fest. Der Wert kann als Hex-Wert oder als Dezimalwert eingegeben werden. Die Größe der Ramdisk ist allerdings auf maximal 1F00000 (hex) = 32505856 (dez) limitiert, was einer Größe von rund 31 MB entspricht. Eine 16 MB Ramdisk erreicht man z.B mit dem Hex-Wert 1000000 (dezimal: 16777216). Bei ungültigen Größenangaben verwehrt die Ramdisk den Dienst, stört das System aber ansonsten nicht.
Nach einem Neustart steht Ihnen die Ramdisk mit den geänderten Parametern zur Verfügung. Wenn alles geklappt hat, sehen Sie im Arbeitsplatz nun diesen neuen Eintrag:

Sollten Sie die Ramdisk nicht mehr benötigen, können Sie entweder die Größe in der Registry auf Null setzen (der Arbeitsspeicher wird wieder freigegeben, allerdings wird das Laufwerk weiterhin im Arbeitsplatz angezeigt) oder den Treiber über den Hardware-Assistenten wieder deinstallieren.

Nochmal, weil's so wichtig ist:

Alle Daten auf der Ramdisk gehen verloren, sobald Sie den Rechner herunterfahren!


Download ramdisk.zip (24 KB)
- UAP -








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